Abstracts

Themenübersicht

Thema 1: Gesund älter werden

Moderator*innen: Dr. Elena Sterdt (1), Dr. Christoph Stallmann (2)
(1) Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V.
(2) Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Deutschland ist eines der am stärksten vom demografischen Wandel betroffenen Länder. Sachsen-Anhalt hat, im Vergleich zu allen Bundesländern, die älteste Bevölkerung. Um ein möglichst langes, selbständiges und aktives Leben in der eigenen Häuslichkeit verbringen zu können, kommt der Gesundheit und Gesunderhaltung der älteren Menschen eine besondere Bedeutung zu. Unter dem Motto „Je früher, desto besser.“ stehen bereits eine Reihe gesundheitsförderlicher Maßnahmen und Präventionsangebote verschiedenster AnbieterInnen zur Verfügung, die von allen Altersgruppen genutzt werden können. Die zunehmende Digitalisierung stellt alle AkteurInnen jedoch vor die Herausforderung, bewährte Maßnahmen ins digitale Zeitalter zu transferieren. Auch die Frage nach der Niedrigschwelligkeit der Angebote sowie der Inanspruchnahme durch die sachsen-anhaltische Bevölkerung wurden bislang nur punktuell untersucht.
Dementsprechend werden belastbare Daten zum Gesundheits- und Inanspruchnahmeverhalten der Zielgruppe der Älteren benötig, um für die Entwicklung von Handlungsempfehlungen sowie deren praktischer Umsetzung eine verlässliche Basis zu bilden.
Das Thema ist in drei Workshops zu je 60 Minuten aufgeteilt. In den Workshops I und II werden Ergebnisse aus drei in Sachsen-Anhalt durchgeführten Forschungs- und Praxisprojekten vorgestellt und diskutiert. Die vorgestellten Projekte sollen in Workshop III vertiefend diskutiert und Handlungsempfehlungen für die praktische Umsetzung von Präventions- und gesundheitsförderlichen Maßnahmen in Sachsen-Anhalt abgeleitet werden.

Bewegungsraum – Auf- und Ausbau niedrigschwelliger, bewegungsorientierter Prävention und Gesundheitsförderung in der Kommune

Das Projekt unterstützt die Förderung eines gesunden Bewegungsverhaltens und die Verbesserung von Bewegungsangeboten, eines der Gesundheitsziele des Landes Sachsen-Anhalt. Seit 2019 engagiert sich die LVG in den beiden Modellregionen Mansfeld-Südharz und Börde gemeinsam mit kommunalen PartnerInnen vor Ort dafür, mehr Bewegung in den Alltag von SeniorInnen zu bringen. Im Rahmen von kommunalen Steuerkreisen wird daran gearbeitet, gesundheitsförderliche Maßnahmen für ältere Menschen vor Ort zu etablieren. Darüber hinaus werden in den Landkreisen strukturelle Rahmenbedingungen geschaffen, um gesundheitsförderliche Angebote nachhaltig zu etablieren. Das Projekt wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag des BMG gefördert und ist Teil der Initiative „Älter werden in Balance“.

Prävention im Alter Sachsen-Anhalt – PrimA LSA

Im Projekt werden die Determinanten der Inanspruchnahme von Präventionsleistungen in Sachsen-Anhalt analysiert und die Gründe für eine bisher unzureichende Nutzung in der Altersgruppe 55 plus ermittelt. Für die Untersuchung der Gründe und Barrieren bei der Inanspruchnahme werden quantitative und qualitative Primärdaten bei der Zielgruppe erhoben: Eine Stichprobe der Bevölkerung aus ausgewählten städtischen und ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts wird schriftlich befragt. Über ExpertInneninterviews werden die Perspektiven der AdressatInnen und AkteurInnen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen vertiefend exploriert. Die tatsächliche Inanspruchnahme präventiver Leistungen wird anhand von Abrechnungsdaten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung analysiert. Zusätzlich erfolgen eine Evaluation von Informationsangeboten sowie deren (Weiter-)Entwicklung. PrimA LSA wird im Rahmen des Forschungsverbundes Autonomie im Alter durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Bildung, Gesundheits- und Technikkompetenz im Alter – BiGeTA

Das Projekt hat das Ziel, die Gesundheits- und Technikkompetenz von Personen in der Nacherwerbsphase, die in Sachsen-Anhalt leben, zu untersuchen. Darüber hinaus wird eine Intervention zur Förderung und Stärkung der Gesundheits- und Technikkompetenz entwickelt und erprobt. Im Rahmen partizipativer Forschung wird hier insbesondere die Zielgruppe der älteren Menschen mit Hilfe quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden einbezogen. Das Projekt wird durchgeführt in Kooperation mit dem Landesverband der Volkssolidarität Sachsen-Anhalt e.V. und dem DRK-Kreisverband Östliche Altmark e.V. BiGeTA wird im Rahmen des Forschungsverbundes Autonomie im Alter durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Die in den Sessions I und II präsentzierten Ergebnisse und geführten Diskussionen werden in Session III zusammengeführt. Handlungsempfehlungen sollen anhand folgender Leitfragen entwickelt werden:

  • Welche Ansätze können dazu beitragen und/oder verbessert werden, um die ältere Bevölkerung über Präventionsangebote (besser) zu informieren?
  • Wie kann der Zugang zu gesundheitsförderlichen Angeboten für die ältere Bevölkerung erleichtert werden?
  • Wie kann man Hürden bei der Nutzung digitaler Angebote aus dem Weg räumen?

Thema 2: Der Verband bildet

Innerhalb des letzten Jahres haben aktive Mitglieder des Berufsverbands Gesundheitsförderung e.V. viele Ideen gesammelt, wie der Verband einen Mehrwert für seine Mitglieder bieten kann. Besonders gefragt war dabei mehr Raum für Austausch, Vernetzung und kollegiales von- und miteinander Lernen. Es kam auch immer wieder zur Sprache, dass der gegenseitige Austausch über verschiedene Themen, auch wenn sie nichts mit dem eigenen beruflichen Tätigkeitsfeld zu tun hatten, als besonders bereichernd empfunden wurde.
Über die ca. 280 Mitglieder sowie Partner*innen, Freund*innen und natürlich den Beirat des Berufsverbands Gesundheitsförderung e.V. steht potenziell eine große Vielfalt beruflicher Tätigkeitsfelder, fachliches Wissen sowie entsprechend den beruflichen Anforderungen unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen im Verband zur Verfügung. Eine Stärke des Verbands ist es darüber hinaus, dass Gesundheitsförder*innen in verschiedensten Lebensphasen vom Studium bis zu Berufserfahrenen, auch nach Erwerbstätigkeit zusammenfinden können.
In der Zukunft sollen die genannten Stärken des Verbands entsprechend des Mottos des 1. Forums Gesundheitsförderung „Der Verband verbindet“ gezielter genutzt und unterstützt werden. In verschiedenen Workshops wollen wir uns daher mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
In den Workshops soll der Blick vor allem auf die Interessen und den Bildungs- und Weiterbildungsbedarf der Mitglieder des Berufsverbands gelegt werden. Die Ergebnisse der Workshops sollen nach dem Forum in die Weiterentwicklung der Verbandsstrukturen einfließen und Mitgliedern Lust machen, sich an deren Gestaltung zu beteiligen.

Workshop: Professionsentwicklung durch salutogen orientierte Qualitätszirkel

Moderation: Dr. Ottomar Bahrs (Göttingen) und Michael Röslen (Groß-Lengden)

Professionelles Handeln steht vor der Aufgabe, auf Grundlage person- und situationsübergreifenden Regelwissens (oder auch dessen Fehlen) in konkreten Situationen personbezogen zu entscheiden und tätig zu werden. Viele erleben sich dabei als Einzelkämpfer, anfänglich vielleicht als „Praxisschock“, später mehr als Spannung zwischen professionsbezogenen und institutionellen Normen, kontextuellen Handlungsmöglichkeiten und eigenen Ansprüchen. Oft resultiert ein Gefühl der fachlichen und emotionalen Überforderung verbunden mit dem Wunsch nach fachlicher und emotionaler Entlastung. Der fallbezogene Erfahrungsaustausch im salutogen orientierten Qualitätszirkel simuliert dies – frei vom Entscheidungsdruck der Handlungssituation – und ermöglicht in einer kontinuierlich arbeitenden moderierten Gruppe die Reflexion auf fallangemessenes Handeln. Die Ergebnisse können zur Hilfestellung für die Beteiligten, aber auch zur Weiterentwicklung übergreifender Qualitätskriterien beitragen. Im Workshop wird das Konzept einleitend vorgestellt und die Arbeitsweise erfahrungsnah veranschaulicht.

Workshop: Salutogenese als Gegenstand und Leitorientierung in der Lehre

Referent*innen: Prof. Claudia Meier Magistretti (Hochschule Luzern), Dr. Daniel Klein (Deutsche Sporthochschule Köln), M.Sc. Christina Röhrich (Hochschule Coburg), Dr. Ottomar Bahrs (Dachverband Salutogenese, Göttingen)

Moderation: Dr. Ottomar Bahrs (Göttingen) und Prof. Claudia Meier Magistretti (Luzern)

Salutogenese ist als theoretisches Modell insbesondere in den Gesundheitswissenschaften zu einem zentralen Konzept geworden. Mit seiner Orientierung auf Ressourcenstärkung ist es weitergehend unmittelbar praxisrelevant insbesondere für personbezogene Tätigkeiten und fördert/erfordert eine ressourcenorientierte Haltung. Salutogenese ist damit interdisziplinär und kann zur Leitorientierung für alle werden, die sich im weitesten Sinne mit Gesundheitsbildung befassen. Die Umsetzung erfolgt fachspezifisch, wie am Beispiel von Lehrveranstaltungen in der Gesundheitsförderung, den Sportwissenschaften, der Frühen Hilfen und der Medizin vorgestellt wird.

Thema 3: Kommunale Gesundheitsförderung

Gesundheit entsteht dort, wo Menschen leben, lernen, spielen und arbeiten. Neben individuellen Faktoren trägt auch die jeweilige Gestaltung der Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen zur Gesundheit und Lebensqualität bei.
Die Entscheidungsträger:innen und Akteure im städtischen und ländlichen Raum übernehmen hierbei eine wichtige Steuerungs- und Vermittlungsfunktion. Mit einer gemeinsamen Ausrichtung kann ein gesundheitsförderliches Umfeld sowie ein soziales Netzwerk innerhalb eines Quartiers entstehen. Besonders wichtig ist dies für Zielgruppen, die über andere Settings nicht oder nicht mehr eingebunden sind.
Die kommunale Gesundheitsförderung bietet neben den genannten Potentialen auch Problemstellungen, die mit den vier verschiedenen Workshops im 1. Forum Gesundheitsförderung näher betrachtet werden sollen.
Welche innovativen Beispiele aus der Praxis gibt es? Wie können sozial benachteiligte bzw. vulnerable Zielgruppen erreicht werden und von gesundheitsförderlichen Angeboten partizipieren? Was braucht es, um vorhandene Strukturen effektiv weiterzuentwickeln?
Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch mit Ihnen.

Wissen bündeln: Weiterbildung in der Kommunalen Gesundheitsförderung

Referent*in: Charlotte Lazarus, Landsvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Wie können Entscheider*innen des öffentlichen Sektors, die für das Thema Gesundheitsförderung in Städten und Gemeinden arbeiten, gut erreicht und sensibilisiert werden? Welche Zugangsmöglichkeiten bestehen für Best-Practice-Ansätze und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse? Welche Initiativen können darüber hinaus in der Praxis bereichernd sein?

Die gesunde Stadt für Morgen

Referent*in: Stella Schaller, Realutopien

Eine Stadt, die ökologisch nachhaltig und gleichzeitig gesund für den Menschen ist? Das darf keine Utopie bleiben. In dem Workshop geht es um die psychischen und somatischen Effekte von Stadtlandschaften auf ihre Bewohner:innen und um die Verbindung von Gesundheitsförderung und Klimaschutz. Viele Städte und Kommunen machen sich bereits auf den Weg und Klimaschutz und Gesundheitsförderung werden zunehmend zusammengedacht. Nach einem thematischen Input und realutopischen Beispielen erarbeiten wir gemeinsam Visionen der Stadt der Zukunft.

Kommunale Organisationsentwicklung – Gesundheit als Querschnittsaufgabe nachhaltig verankern

Referent*in: Dr. Ulrike Leistner, Gesundheitsamt Leipzig

Kommunen gelten als Vorreiter bei der Umsetzung von Health-in-All-Policies. Doch wie gelingt eine kommunale Organisationsentwicklung, die Gesundheit nicht mehr nur in versäulten Strukturen, sondern als Querschnittsaufgabe denken und handeln lässt? Wie können vorhandene Strukturen im kommunalen Setting besser und nachhaltiger für die Gesundheitsförderung genutzt werden? Und wo schlummern dabei Fallstricke? Nach einem kurzen thematischen Input zum Leipziger Fallbeispiel wollen wir gemeinsam Ihre Erfahrungen zusammentragen und diskutieren, welche weiteren aussichtsreichen Handlungsansätze es gibt.

Kommunikation in der Kommunalen Gesundheitsförderung

Referent*in: Karina Herzog, BVGF

Wie erreichen wir vermeintlich unerreichbare Zielgruppen? Welche Rahmenbedingungen sind dafür förderlich? Welche Formate/Beteiligungsprozesse haben sich in der Praxis bewährt? Nach einem thematischen Input sowie Beispielen aus der Praxis sammeln wir gemeinsam weitere Ideen, die für eine verbesserte Zielgruppenansprache auf der kommunalen Ebene in Betracht kommen können.

Thema 4: Betriebliches Gesundheitsmanagement

Gesundheitsprogramme in Unternehmen fördern die Motivation und erzeugen eine höhere allgemeine Leistung und Produktivität. Darüber hinaus entsteht ein höheres Gesundheitsbewusstsein bei allen Beteiligten. Der Umgang mit dem stetigen Wandel in der Arbeitswelt u.a. durch neue Informationstechnologien, Veränderungen der Beschäftigungsverhältnisse und -formen, ansteigender Digitalisierung und der längeren Lebensarbeitszeit als Folge der demografischen Entwicklung stellt Unternehmen vor eine besondere Herausforderung. Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) spielt eine entscheidende Rolle dabei, die Arbeitgebenden sowie die Beschäftigten auf diese Herausforderungen vorzubereiten. 

  • Welche Faktoren braucht es, um Unternehmen gesund durch Krisen zu führen?  
  • Wovon können wir lernen?
  • Welche Aufgaben warten in Zukunft auf die betriebliche Gesundheitsförderung? 

In den geplanten Workshops werden Erfahrungen aus dem Klinikalltag präsentiert und potenzielle „Do´s and Dont´s“ der Tabakprävention diskutiert. Darüber hinaus werden Erfahrungen und Stolpersteine bei der Umsetzung der psychischen Gefährdungsbeurteilung geteilt. Die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung in der betrieblichen Gesundheitsförderung bilden einen weiteren Höhepunkt. 

Digitalisierung in der Prävention AOK Sachsen-Anhalt

Beschreibung folgt.

Gesundes Arbeiten im Homeoffice

Referent*in: Christina Maischak, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Magdeburg „vernetzt wachsen“

Schon vor der Coronavirus-Pandemie haben Unternehmen Arbeitszeit- und Arbeitsortflexibilität für Mitarbeitende ermöglicht, weil bei Arbeitnehmer*innen – durch den gesellschaftlichen Wandel und die technischen Möglichkeiten – der Wunsch entstanden ist, zeit- oder ortsflexibel zu arbeiten, z. B. zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatem, um lange Arbeitswege zu reduzieren oder auch aus betrieblichen Belangen heraus. Denn nicht nur Arbeitnehmer*innen, sondern auch Unternehmen profitieren von flexiblen Arbeitsort- und Arbeitszeitmodellen! Bisher wurden flexible Arbeitsgestaltungsmodelle meist längerfristig geplant und eingeführt.

Doch mit Beginn der Coronavirus-Pandemie im Frühjahr 2020 mussten sehr viele Beschäftigte ohne lange Planung von ihren Büroräumlichkeiten in die eigenen vier Wände wechseln. Homeoffice scheint seit dieser außergewöhnlichen Situation vermehrt zur neuen standardmäßigen Arbeitsoption zu werden. Das stellt nicht nur Unternehmen vor neue Herausforderungen, sondern auch Mitarbeitende. Wir möchten daher in diesem Workshop einige hilfreiche Tipps zum gesunden, produktiven und effektiven Arbeiten im Homeoffice geben, die Bedeutung und neue Wege der Kommunikation besprechen und auch kurz auf das Thema „Führen im Homeoffice“ eingehen.

Arbeiten Sie im Homeoffice? Wie oft? Wie erleben Sie Homeoffice? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was läuft gut, was nicht so gut? Wir freuen uns auf eine rege Diskussion mit Ihnen und einen Erfahrungsaustausch im Rahmen des Workshops!

Beschreibung folgt.

Rauchfrei plus

Beschreibung folgt.

Thema 5: Gesund studieren

Das Studium ist eine herausfordernde Lebensphase für junge Menschen. Zunehmende Mehrfachbelastungen weisen auf ein großes Handlungspotenzial hin. Zudem belegen Studien den Anstieg depressiver Verstimmungen bei Studierenden. Viele Hochschulen haben diese Entwicklung erkannt und bieten ihren Studierenden neben ihrem originären Ausbildungsziel gesundheitsfördernde Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention, an denen verschiedenste Akteure mit unterschiedlichen Professionen und Hierarchieebenen verknüpft sind. So vielfältig wie die Stakeholder sind auch die Themen: Neben klassischen Präventionsansätzen in psychosozialer Gesundheit, Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Achtsamkeit werden auch Arbeitsschutz, das Suchtverhalten und hier explizit der Umgang mit psychoaktiven Substanzen (z. B. Hirndoping) aufgegriffen.
Ein nachhaltiges studentisches Gesundheitsmanagement (SGM) hat sogar bildungspolitische Verantwortung, die weit über einzelne Präventionsmaßnahmen hinausgeht: so werden Führungskräfte von morgen sensibilisiert und Gesundheitsförderung über die Lebenswelt Hochschule hinaus gestaltet.
In den Workshops zum Themenfeld Gesund studieren werden einerseits niederschwellige Bewegungsanreize aus dem Projekt „Bewegt studieren – studieren bewegt 2.0“ der Hochschule Magdeburg-Stendal vorgestellt. Darüber hinaus bildet das Projekt „MAtCHuP“ mit dem Fokus der Tabakprävention in Gesundheitsberufen eine Austauschplattform. Weiterhin wird ein Studiendesign der Hochschule Hannover vorgestellt, bei dem die Herausforderungen beim Berufseinstieg von Gesundheitswissenschaftler*innen selbst thematisiert werden.

Gesundheitswissenschaften studiert – und dann?

Referent*innen: Monika Schnabel und Anna-Lena Sting (Fachbereichstag Gesundheitswissenschaften)e „Älter werden in Balance“.

Wie ergeht es den Absolvent*innen der Gesundheitswissenschaften auf dem Arbeitsmarkt? Um das herauszufinden, führt der Fachbereichstag Gesundheitswissenschaften eine hochschulübergreifende Studie durch. In einer Pilotstudie der HS Hannover konnten bereits erste Ergebnisse festgehalten werden. In einer gemeinsamen Diskussion sind Ihre Erfahrungen gefragt: Welche Kompetenzen sind für den Berufseinstieg besonders wichtig? Welchen Herausforderungen stehen Absolvent*innen der Gesundheitswissenschaften gegenüber und wie können diese gemeistert werden?

Strategien zur Implementierung der Gesundheitsförderung und Tabakprävention

Referent*innen: Pia Meißner und Niklas Brähler (Hochschule Hannover – Projekt MAtCHuP)

Welche Rolle spielen Hemmnisse und Widerstände bei der Implementierung von Gesundheitsförderung und Sucht- und Tabakprävention in der Lehre und im Setting Hochschule? Welche Implementierungsebenen sind zielführend? Wie können Studierende und Lehrende in diesen Prozessen unterstützt werden? Diese Fragestellungen wurden im Projekt MAtCHuP – „Smokefree Academics in Health Profession“ aufgegriffen und die vorliegenden Ergebnisse sollen gemeinsam mit Ihnen zielorientiert und handlungsleitend, auch im Kontext der Förderung von Gesundheitskompetenzen, diskutiert werden.

TrinkWasser

Referent*innen: Nina Fiedler und Katja Kailer

Beschreibung folgt.

Gesund studieren an der Hochschule Magdeburg-Stendal – wie geht das?

Annette Bergmüller und Josefine Winning (Hochschule Magdeburg-Stendal)

Die Hochschule Magdeburg-Stendal stellt in Form eines Impulsvortrags ihr hochschulisches Gesundheitsmanagement vor. Ganzheitlich werden gemäß PDCA-Zyklus verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen für Studierende und Beschäftigte entwickelt und umgesetzt. So können partizipativ, zielgruppenspezifisch und innovativ Lehr-, Lern- und Lebensbedingungen gesundheitsförderlich gestaltet werden. Beispielhaft werden im Rahmen des Settingansatzes bewegte Lehrformate, aktivierende Lernraumumgebungen und ein „Nudging“-Projekt vorgestellt.